Die Geschichte

Die Geschichte

Die Geschichte der Familie Buonvisi geht zurück bis in die Zeiten von Buonviso di Corrado, Berater des römisch-deutschen Kaisers Otto III, der um das Jahr 1042 der Kirche San Pancrazio ein Stück Land schenkte. Während den darauffolgenden Jahrhunderten wuchs das Haus Buonvisi in der Stadt Lucca zu einer mächtigen Familiendynastie im Bank- und Seidenhandel heran, mit Geschäftsverbindungen nach Flandern, Spanien und England.

Der politische und soziale Rang der Familie brachte es mit sich, dass etliche Familienmitglieder einflussreiche Kirchenmänner wurden. Unter anderem auch drei berühmte Kardinäle. Der bekannteste unter ihnen war Francesco Buonvisi, geboren 1626, der im Jahre 1681 von Innozenz XI zum Kardinal und dann 1690 zum Bischof von Lucca geweiht wurde.

Kardinal Francesco, apostolischer Gesandter in Köln, Warschau und Wien, war eine Schlüsselfigur in den Verhandlungen zwischen dem Heiligen Stuhl, Polen, den deutschen Ständen und Kaiser Leopold II, die 1683 letztendlich zur Befreiung der von den Türken Belagerten Stadt Wien führten. Zurück in Italien widmete er sich hauptsächlich den Bistumsangelegenheiten. Einige Monate vor seinem Tod im Jahre 1700 fand eine Synode in der großen Halle seiner Villa, heute Villa Oliva, statt.

Mit dem Tod von Franceso Gerolamo Buonviso im Jahre 1800 starb die Familie aus, und die Villa fiel an Maria Caterina Buonvisi, verehelicht mit Graf Nicola Montecatini. Im 19. Jahrhundert wechselte das Haus mehrmals Besitzer, bis Anfang des 20.

Jahrhunderts Giovanni Oliva Spross einer Patrizierfamilie aus Genua die Villa übernahm. Das Haus und die Gärten wurden restauriert und erstanden wieder in ihrer einstigen Schönheit. Heute ist die Villa Sommerresidenz der Familie Oliva.